Die Videokonferenz

Eine Videokonferenz ermöglicht, dass sich zwei oder mehrere Personen, die sich an den unterschiedlichsten Orten der Welt befinden können, in Echtzeit austauschen können. Es handelt sich demnach um einen synchronen Informationsaustausch zur Bild- und Tonübertragung. Mit Hilfe einer Konferenz per Video können Ortsbarrieren einfach überbrückt werden.

Die Ursprünge der Videokonferenz und ihre Entwicklung

Die Entwicklung dieses Informationsaustausches begann bereits vor rund 90 Jahren. Obwohl das erste Videokonferenzsystem von dem Aachener Unternehmen Datus im Jahr 1993 auf der CeBit, eine der größten Messen für Informationstechnik, vorgestellt wurde, war die Videokonferenz bis zum Beginn des dritten Jahrtausends allerdings wenig verbreitet. Durch die zunehmende Umstellung auf IP (Internet-Protocol) -basierte Vermittlungstechnik profitiert die Videokonferenz immer stärker von der Verfügbarkeit breitbandiger Verbindungen. Darüber hinaus ist es auch möglich, die diesen Informationsaustausch über digitale Telefonnetze wie über das ISDN-Netz und dedizierte Verbindungen wie Satelliten-Verbindungen zu realisieren.

Wie kann eine Videokonferenz realisiert werden?

Für die Realisierung der Videokonferenz werden eine Kamera und ein Mikrofon als Eingabegeräte sowie ein Lautsprecher oder Kopfhörer und ein Bildschirm als Ausgabegeräte benötigt. Findet der Informationsaustausch in einem professionellen Umfeld statt, sind Videokonferenzsysteme oftmals als Raumsystem installiert. Es handelt sich hierbei um spezielle Räume, die für die Durchführung einer solchen Konferenz per Video eingerichtet sind. In den Videokonferenzräumen sind große Monitore, Raummikrofone und Kameras. Zudem gibt es verschiedene Web-Tools, Desktop-Systeme und Apps für das Smartphone, um Videokonferenz durchführen zu können. Sind mehr als zwei Teilnehmer beteiligt, wird eine MCU (Multipoint Control Unit) benötigt. Die MCU (Multipoint Control Unit) benötigt. Die MCU wird auch als Reflektor bezeichnet und agiert als sternförmiger Verteiler.. Sie nimmt alle Audio- und Videodaten der Teilnehmer entgegen und verwaltet sie und steuert die Weitergabe an die Konferenzmitglieder.

Welche Vorteile bietet dieser Informationsaustausch?

Durch die Videokonferenz können internationale und kostspielige Reisen verhindert werden, die sowohl Zeit- als auch Ressourcenaufwändig sind. Denn mittlerweile ist es sehr einfach eine Videokonferenz durchzuführen, da Computer mit Webcams oder Smartphones sowie ein gutes Internet weit verbreitet und nahezu überall verfügbar sind. Ein wesentlicher Vorteil dieses Austausches ist die Flexibilität, da eine solche Konferenz spontan und von beinahe jedem Ort der Welt realisiert werden kann.

Welche Web-Videokonferenzsysteme gibt es?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von kostenfreien Videokonferenzsystemen im Web, für deren Nutzung lediglich eine Webcam sowie ein Headset genügen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Microsoft Teams Basic
  • Skype
  • Teams
  • Zoom
  • Jitsi Meet
  • Facebook Messenger Rooms
In einem Test der Stiftung Warentest haben die Programme Microsoft Teams Basic und Skype am besten abgeschnitten.

Videokonferenzen in Beruf und Schule

Insbesondere in der aktuellen Zeit während der Corona-Pandemie, kommt den Videokonferenzen in vielen Bereichen ein neuer Stellenwert zu. Da die Schulen teilweise vollständig geschlossen werden mussten, konnte der Unterricht virtuell über solche Systeme realisiert werden. Aber auch professionelle Mitarbeiterschulungen können auf diese Art und Weise durchgeführt werden, wodurch sich rund 80 Prozent der Schulungsgebühren einsparen lassen. Eine zunehmend wachsende Verbreitung dieser Kommunikationstechnologie ist zu erwarten.